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AMM einfach erklärt: wie Uniswap ohne Orderbuch und Verkäufer handelt
Die klassische Börse führt den Käufer und den Verkäufer über das Orderbuch zusammen. Der AMM (automatische Market Maker) warf sowohl das Orderbuch als auch den Verkäufer hinaus: du handelst mit dem Pool - einem Smart Contract, in dem zwei Token liegen.
Die Formel, auf der alles steht
Die Basis-Invariante von Uniswap: x × y = k, wobei x und y die Mengen der zwei Token im Pool sind. Beim Kauf des Tokens X nimmst du ihn aus dem Pool und füllst Y nach - und das Produkt muss gleich bleiben. Daher der Preis: je mehr X entnommen wird, desto teurer jede nächste Einheit. Der Preis ist nicht "festgelegt", er ist die Geometrie der Poolbestände.
Die Folgen, die man fühlen muss
- Das Slippage: ein großer Swap in einem kleinen Pool verschiebt den Preis nach der Formel gegen dich - bis zu irrsinnigen Prozenten. Prüfe immer den Price Impact.
- Die Liquidität = die Pooltiefe: der "Preis" eines Tokens mit einem 10k-Dollar-Pool ist eine Fiktion: dazu lässt sich nichts Wesentliches verkaufen.
- Die Arbitrage ist der Preiskleber: der Pool selbst kennt die Weltpreise nicht; die Arbitrageure gleichen ihn aus, und ihr Profit ist die versteckte Steuer auf die Liquiditätsanbieter.
- Der Pool ist immer gegen dich positioniert: der AMM verkauft dir den Token im Pump und kauft ihn im Dump - er ist die mechanische Gegenpartei ohne Meinung.
Die konzentrierte Liquidität (v3+) verkomplizierte die Formel, aber der Kern bleibt: der Preis = der Poolzustand. Das AMM-Verständnis ist die Basis für das ganze DeFi; weiter geht es mit der Rendite und ihrer dunklen Seite, dem Impermanent Loss.