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Der Howey-Test: vier Fragen, die das Schicksal jedes Tokens in den USA entscheiden
Wenn die SEC einen Token ein Wertpapier nennt, stützt sie sich auf den Howey-Test - einen Präzedenzfall des Obersten Gerichtshofs der USA von 1946 über den Verkauf von Anteilen an Orangenhainen. Vier Kriterien eines Investmentvertrags.
Die vier Fragen
- 1. Die Geldanlage - fast immer gegeben: Token werden gekauft.
- 2. Das gemeinsame Unternehmen - das Geld der Käufer ist im Projekt vereint: auch fast immer ja.
- 3. Die Gewinnerwartung - der Käufer rechnet zu verdienen: für spekulative Token offensichtlich.
- 4. Durch die Anstrengungen anderer - der Gewinn hängt von der Arbeit des Teams/Promoters ab. Hier entscheidet sich alles.
Warum der vierte Punkt das Schlachtfeld ist
Hängt der Preis des Tokens von der Arbeit eines konkreten Teams ab (Versprechen, Roadmap, Marketing) - ähnelt es einer Startup-Aktie. Lebt das Netzwerk ohne Team (Bitcoin ist der Maßstab), gibt es keine "Anstrengungen anderer" - und kein Wertpapier. Daher die strategische Bedeutung der Dezentralisierung: sie ist keine Ideologie, sondern eine juristische Verteidigung. Und daher auch die Verkaufspraxis: je lauter das Team Wachstum verspricht, desto mehr ähnelt der Token einem Papier - die Anwälte der Projekte verbieten den Foundern das Wort price nicht umsonst.
Für den Trader ist der Test ein Filter des Regulierungsrisikos: Token mit einem aktiven Promoter-Team und US-Verkäufen tragen ein Risiko, das im Chart nicht sichtbar ist. Analysen - in der Regulierungs-Rubrik.